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Wetter & Klima – News aus Dalwigksthal

MEHR ALS 3,5 MILLIONEN MESSDATEN AUSGEWERTET – TROCKENSTER 12-MONATS-ZEITRAUM SEIT MESSBEGINN vom 03.08.2026

Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen am 01.01.2011 wurden an der Wetterstation Dalwigksthal inzwischen mehr als 3,5 Millionen Messdatensätze erfasst und ausgewertet. Im Durchschnitt wird etwa alle 2 Minuten und 18 Sekunden ein vollständiger Datensatz gespeichert. Dank einer dauerhaft sehr hohen Datenqualität von rund 99,9 % steht inzwischen eine außergewöhnliche Klimadatenbasis für regionale Langzeitauswertungen zur Verfügung.

Die aktuelle Auswertung dieser gesamten Messreihe zeigt:
Trockensten rollierenden Zwölfmonatszeitraum seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Im Zeitraum vom 02.08.2025 bis 02.08.2026 wurden an der Wetterstation lediglich 455,7 l/m² Niederschlag registriert. Damit wird der bisherige Negativrekord aus dem Zeitraum 2016 bis 2017 (465,1 l/m²) nochmals um 9,4 l/m² unterschritten.

Besonders eindrucksvoll wird dieses Ergebnis im Vergleich mit der gesamten Messreihe: Der durchschnittliche Niederschlag aller bislang ausgewerteten rollierenden Zwölfmonatszeiträume seit Messbeginn beträgt rund 633 l/m². Mit aktuell lediglich 455,7 l/m² liegt der laufende Zwölfmonatszeitraum somit um rund 177 l/m² beziehungsweise etwa 28 % unter diesem Durchschnitt. Eine derart ausgeprägte Trockenphase wurde an der Wetterstation bislang noch nicht registriert.

Rang Zeitraum Niederschlag
1 2025–2026 455,7 l/m²
2 2016–2017 465,1 l/m²
3 2021–2022 494,8 l/m²

Die Auswertung zeigt eindrucksvoll, dass sich die anhaltende Trockenheit inzwischen über einen außergewöhnlich langen Zeitraum erstreckt. Trotz einzelner Niederschlagsereignisse blieb der dringend benötigte flächendeckende Regen in den vergangenen Monaten weitgehend aus. Böden, Vegetation, Landwirtschaft und kleinere Gewässer stehen dadurch weiterhin unter erheblichem Trockenstress.

Parallel dazu setzt sich auch die außergewöhnliche Wärmeentwicklung fort. Bei der klimatologischen Wärmesumme, einer Kenngröße zur Beschreibung des Wärmeverlaufs eines Jahres auf Basis der täglichen Durchschnittstemperaturen, wurde inzwischen ebenfalls ein neuer Rekordwert für den bisherigen Jahresverlauf erreicht. Maßgeblich verantwortlich hierfür war insbesondere der außergewöhnlich heiße Juni 2026, der mit zahlreichen hochsommerlichen Tagen und einer außergewöhnlich hohen Monatsmitteltemperatur den größten Beitrag zur Rekordentwicklung leistete. Erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen liegt die Wärmesumme zu diesem Zeitpunkt des Jahres über allen bisherigen Vergleichsjahren.

Auch bei der Anzahl der heißen Tage (Tageshöchsttemperatur von mindestens 30,0 °C) zeichnet sich bereits jetzt ein außergewöhnliches Jahr ab. Bis Anfang August wurden in Dalwigksthal bereits 26 heiße Tage registriert. Damit belegt das Jahr 2026 aktuell Rang 3 seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 2018 mit 36 heißen Tagen, gefolgt von 2022 mit 29 heißen Tagen. Da der klimatologische Sommer noch mehrere Wochen andauert, besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich diese Rangfolge noch ändern wird.

 


 

MONATSRÜCKBLICK JUNI 2026 – HISTORISCHE HITZEWELLE vom 14.07.2026

Der Juni 2026 geht als einer der außergewöhnlichsten Sommermonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Statistik ein. Innerhalb von nur drei Tagen wurden in Deutschland mehrfach neue Temperaturrekorde registriert. Nach Abschluss der Qualitätskontrolle bestätigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) den neuen deutschen Temperaturrekord von 41,8 °C, gemessen am 27.06.2026 an der Wetterstation Möckern-Drewitz (Sachsen-Anhalt). Bereits einen Tag später wurden in Neißemünde-Coschen (Brandenburg) nochmals 41,7 °C registriert. Gleichzeitig wurde in Kubschütz (Sachsen) mit einer nächtlichen Tiefsttemperatur von 29,4 °C die bislang wärmste Nacht seit Beginn der deutschen Wetteraufzeichnungen gemessen.

Auch an der Wetterstation Dalwigksthal verlief der Monat außergewöhnlich. Am 27.06.2026 wurde mit 40,6 °C erstmals die 40-Grad-Marke überschritten und gleichzeitig ein neuer Stationsrekord aufgestellt. Der bisherige Höchstwert vom 22.07.2022 (40,4 °C) wurde damit übertroffen. Am Folgetag erreichte die Temperatur nochmals 38,0 °C. Eine Tropennacht wurde mit einem Tiefstwert von 19,9 °C lediglich um 0,1 °C verfehlt. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011 wurde damit weiterhin keine Tropennacht registriert. Bereits in der Nacht vom 19. auf den 20.06.2013 wurde dieses Kriterium ebenfalls nur um 0,1 °C hauchdünn verpasst. Trotz einer für Ende Juni nicht ungewöhnlichen Trockenperiode führte die mehrtägige Extremhitze zu einer deutlich angespannten Situation für Böden und Vegetation.

Vergleich Deutschland (DWD) Hessen (DWD) Dalwigksthal
Höchsttemperatur 41,8 °C
Neuer Temperaturrekord
Möckern-Drewitz
41,2 °C
Frankfurt/Main-Westend
40,6 °C
Neuer Stationsrekord
Wärmste Nacht 29,4 °C
Kubschütz (Sachsen)
8–10 Tropennächte
im Rhein-Main-Gebiet
19,9 °C
Tropennacht um 0,1 °C verfehlt
Monatsmittel 19,5 °C
Platz 2 seit Messbeginn
19,8 °C
Wärmster Juni
19,5 °C
Platz 1 gemeinsam mit 2019
Niederschlag 66 l/m² 56 l/m² 34,3 l/m²
Sonnenschein 248 Stunden 242 Stunden k. A.

Der Juni 2026 wird als außergewöhnlicher Hitzemonat in Erinnerung bleiben. Neben zahlreichen Stationsrekorden wurden auch mehrere nationale Temperaturrekorde aufgestellt. Die Rekordwerte wurden inzwischen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) im Rahmen der Qualitätskontrolle offiziell bestätigt und dokumentieren eindrucksvoll die außergewöhnliche Intensität der Hitzewelle Ende Juni 2026.

 


 

NEUE UPLOAD ZEITEN vom 22.09.2022

Aufgrund der gestiegenen Energiepreise werden die Tageswerte künftig nicht mehr in kurzen Intervallen online aktualisiert. Da aktuell keine Entspannung der Marktsituation bei den Energieanbietern zu erwarten ist, ist auch langfristig mit den erhöhten Strompreisen zu rechnen.

Die Wetterdaten werden daher intern weiterhin in kurzen Intervallen erfasst, jedoch erst zeitverzögert online bereitgestellt.

Die Änderungen im Überblick:

  • Die Daten werden derzeit dreimal täglich aktualisiert (aktuell noch unregelmäßig).
  • Die Monatstabellen werden weiterhin täglich aktualisiert.
  • Bei Wetterereignissen wird wieder ein Live-Betrieb aktiviert (Upload-Intervall: ca. 2 Minuten).

 

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